Fragen und Antworten

Sind Computertomographie (CT) und Kernspintomographie (MRT) das Gleiche?

Nein. Eine Computertomographie ist eine Röntgenuntersuchung. Eine Kernspintomographie ist keine Röntgenuntersuchung. Wir verwenden bei der MRT keine Röntgenstrahlen, sondern arbeiten mit einem starken Magnetfeld sowie Radiowellen zur Bildgebung. Irgendwelche Störungen des Befindens oder gesundheitliche Schäden kommen hierbei nicht vor.

Wie lange dauert eine Untersuchung?

Durch moderne Rechner und Gerätetechnik sind sehr kurze Untersuchungszeiten für einzelne Messsequenzen möglich, so dass die Gesamtdauer je Untersuchung in der Regel ca. 15 Minuten beträgt. Das sogenannte Untersuchungsprotokoll wird jedoch auf jeden Patienten sowie die jeweilige Fragestellung maßgeschneidert erstellt, so dass durchaus kürzere, zuweilen aber auch längere Zeiten möglich sind.

Ist eine Begleitung (z.B. durch Familienangehörige) während der Untersuchung möglich?

Es ist ohne weiteres möglich, nach vorheriger Rücksprache mit unserem MRT-Team eine Begleitperson während der Untersuchung in Ihrer Nähe zuzulassen.

Mein Kind soll untersucht werden. Kann ich als Vater oder Mutter mit an oder in das Gerät?

Um Ihrem Kind die Untersuchungssituation möglichst zu erleichtern, ist es sogar erwünscht, dass Sie als Mutter oder Vater während der Untersuchung anwesend sind. In vereinzelten Fällen ist es sogar möglich, dass Sie mit Ihrem Kind im Untersuchungsgerät liegen.

lch habe Platzangst - kann ich trotzdem untersucht werden?

Platzangst ist ein uns vertrautes, aber in Zusammenarbeit mit Ihnen durchaus lösbares Problem. Unser neues Gerät ,,Symphony“ erleichtert Ihnen, verglichen mit älteren Geräten, die Untersuchung erheblich: Die Untersuchungszone ist sehr kurz, hell ausgeleuchtet und in den Öffnungen weit gestaltet, so dass ein Enge-Gefühl wenig wahrscheinlich ist. Manchmal ist es je nach Fragestellung möglich, mit dem Kopf außerhalb des Untersuchungsgerätes zu liegen. Darüber hinaus können wir Ihnen vor der Untersuchung, ggfs. ein leichtes Beruhigungsmittel verabreichen (z.B. Valium).

Wie kann ich mich während der Untersuchung bemerkbar machen?

Wir nutzen während der Untersuchung alle technischen Möglichkeiten der Patientenüberwachung. Wir messen über eine Fingersonde Ihre Herz- und Kreislauffunktion, zu dem sehen wir Sie während der gesamten Untersuchungsdauer auf einem Überwachungsmonitor. Wir stehen mit Ihnen wechselseitig über eine Sprechanlage in Verbindung. Sie halten während der gesamten Untersuchung eine Ruftaste in Ihrer Hand.

Ist das Kontrastmittel gefährlich?

Das in der Magnetresonanztomographie angewandte Kontrastmittel (KM) ist, verglichen mit Röntgenkontrastmittel, jodfrei und hierdurch deutlich besser verträglich. Das Allergierisiko ist bei weltweit millionenfacher Anwendung ausgesprochen gering, so dass wir auch Kinder und Säuglinge mit diesem KM untersuchen können. Nebenwirkungen wie kurze Übelkeit oder vorübergehendes Kältegefühl an der Injektionsstelle sind beschrieben, aber sehr selten.

Kann die Untersuchung unterbrochen und dann weiter fortgesetzt werden?

Wird eine Untersuchung während der Messdurchgänge vorzeitig unterbrochen, liegen zumeist noch keine aussagekräftigen Aufnahmen vor, so dass die gesamte Untersuchung von Anfang an wiederholt werden muss. Insbesondere bei aufwendigen Untersuchungen z.B. der weiblichen Brust und der Arterien ist nach Kontrastmittelgabe eine Untersuchungswiederholung dann erst am Folgetag möglich.

Ist es wirklich so laut, auch bei einem modernen Gerät?

Jedes Kernspintomographiegerät erzeugt laute Klopfgeräusche während den Untersuchungsmessungen. Gerade moderne Geräte mit der Möglichkeit schneller Bildgebung führen zu sehr lauten Klopf- und Brumm-Geräuschen. Lassen Sie sich ggf. durch unser MRT-Team einen Kopfhörer oder Ohrenstöpsel vor der Untersuchung reichen.

lch bin schwanger. Kann ich trotzdem untersucht werden?

Besonders in der fortgeschrittenen Schwangerschaft ist die Magnetresonanztomographie auch zur Vermeidung von Röntgenstrahlen eine sehr geeignete Untersuchungsmethode. In der Frühschwangerschaft sollte eine Untersuchung nur nach ausführlichem vorhergehenden Gespräch mit den behandelnden Ärzten erfolgen. Eine direkt schädigende Wirkung auf das werdende Kind ist bisher nicht bekannt.

Wer darf überhaupt nicht in den Untersuchungsraum?

Wichtig: Alle Personen mit einem Herzschrittmacher, Neurostimulator oder einem implantierten elektronischen Gerät dürfen den Untersuchungsraum auf keinen Fall betreten.

Wird mein ganzer Körper während einer Untersuchung in Bildern dargestellt?

Nein, dies ist nicht möglich. Wir können lediglich die Körperregion untersuchen, die von einer an Ihren Körper angelegen sogenannten Spule erfasst ist, also jeweils z.B. den Kopf, den Hals, den Bauchraum oder ein einzelnes Gelenk.

Kann ich nach der Untersuchung - auch nach Kontrastmittelgabe - Auto fahren?

Die Kontrastmittelgabe beeinträchtigt die Verkehrssicherheit nicht. Sollten Sie aus besonderem Anlass zuvor ein die Verkehrssicherheit beeinträchtigendes Medikament verabreicht bekommen, werden wir dies mit Ihnen ausführlich besprechen.

Ersetzt die Kernspintomographie in Zukunft alle Röntgenuntersuchungen?

Die Kernspintornographie/Magnetresonanztomographie ist eine hervorragende strahlenfreie Methode, die die vorausgegangenen Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen ergänzt, in manchen Fällen sicherlich auch ersetzt. Ein Ersatz aller Röntgenuntersuchungen wird zumindest in den nächsten 10 Jahren allerdings nicht möglich sein. Auf manche Röntgenuntersuchung, wie z. B. die Mammographie, kann man wegen der Suche nach Mikrokalk wohl niemals verzichten. Die Auswahl des geeigneten bildgebenden Verfahrens durch Ihre behandelnden Arzte orientiert sich grundsätzlich an der medizinischen Fragestellung.